Drei junge Designer möchten mit ihren Surfbrettern aus Holz den ursprünglichen Geist des naturverbundenen Sports wieder aufleben lassen.
Das hölzerne Surfboard besteht vollständig aus ökologisch unbedenklichen Materialien. Foto: Hermanns Shaping Company/Christian Plach
Wer sich auf der Suche nach der perfekten Welle in die Fluten stürzt, nutzt dazu normalerweise Surfbretter aus Kunststoff. Genauer gesagt aus mit giftigem Epoxidharz laminiertem Polyurethan – Sondermüll, der auch nach tausenden Jahren nicht verrottet. Für „Hermanns Shaping Company“ Grund genug, eine Alternative aus ökologisch unbedenklichen Materialien zu entwickeln.
 
Basis des umweltfreundlichen Surfbrettes ist Holz: „Zwar stellen Boards aus Holz an sich kein Novum dar, allerdings waren diese aufgrund ihres hohen Gewichts bis dato viel zu träge, um tatsächlich wendige Turns darauf nehmen zu können“, berichtet der „Holzcluster Steiermark“ auf seiner Webpage. Außerdem werden auch in herkömmlichen Holz-Surfboards Glasfaser, Kunstharze und Schaumstoffe verbaut.
 
„Hermanns Shaping Company“ sei es jedoch gelungen „auf Styropor und die zusätzliche Verstärkung durch Glasfaser komplett zu verzichten, da unsere Surfboards aufgrund ihrer Bauweise die nötige Stabilität aufweisen“, heißt es auf der Unternehmenshomepage. Zur Verarbeitung werde modernste CNC-Technik genutzt, die es erlaube, die optimale Balance zwischen geringem Gewicht und hoher Stabilität zu erreichen. Verwirklicht wurde das Projekt mithilfe der Roboteranlage des Holzclusters Steiermark am Zeltweger Holzinnovationszentrum: „Ähnlich einem Fachwerkhaus ist auch das Holzboard in seinem Inneren als Wabenelement konzipiert, da diese Konstruktion die Kraft abträgt und den nötigen Auftrieb zum Surfen gewährleistet.“
 
Gefertigt werden die Surfbretter aus Paulownia, einem schnellwachsenden Plantagenholz, das die höchste mechanische Festigkeit bei geringster spezifischer Dichte aufweist. Den letzten Schliff erhält jedes Surfbrett von Hand, wobei auch kundenspezifische Farbwünsche berücksichtigt werden können. Um die edlen Bretter in Serie fertigen zu können, läuft noch bis Ende der Woche eine Crowdfunding-Campagne auf Kickstarter.
 
 
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